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Betreuungskonzepte

Informationskampagne von Pro Retina

Die Sorge der Fachleute und die Bemühungen der Augenärzte sind in der Öffentlichkeit noch recht unbekannt. Genauso wie die Dienstleistungen, das Know-how und die Möglichkeiten der Augenoptiker und Optometristen, mit einem Myopie-Management entscheidenden Einfluss auf die Augengesundheit der Betroffenen zu nehmen. Kunden und Patienten wissen zu wenig über hochgradige Kurzsichtigkeiten, deren Entstehung und eventuelle Spätfolgen sowie die Möglichkeiten zu deren Kontrolle – auch wenn hier und da in der Presse punktuell öffentlichkeitswirksam von einer Myopie-Epidemie die Rede ist. Das möchte auch Pro Retina ändern: Der Arbeitskreis „Pathologische Myopie“ der Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegeneration hat eine Informationskampagne auf den Weg gebracht, die die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren möchte. Die Kampagne steht unter prominenter Schirmherrschaft und wird über unterschiedliche Kanäle gespielt. Unter anderem in YouTube-Videos, Informationsbroschüren, Flyern und natürlich auf diversen Onlinekanälen kommen Betroffene und Augenexperten zu Wort, alle mit dem Ziel, Wissenswertes über eine hochgradige beziehungsweise krankhafte Myopie bekannt zu machen.  

Von der eigentliche Zielgruppe, die für eine Myopie-Kontrolle in Betracht kommt, darf man angesicht des jungen Alters kaum erwarten, dass sie sich mit den Folgen ihrer beginnenden und fortschreitenden Kurzsichtigkeit befassen. Anders sieht das bei den Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen aus, doch auch sie müssen zunächst einmal das Problem kennen und die Lösungen genannt bekommen. Denn die meisten Eltern kurzsichtiger Kinder sind in einer Zeit aufgewachsen, in der sie sich eher über zunehmend angenehmere und ästhetischere Korrektionsmöglichkeiten ihrer eigenen Fehlsichtigkeit freuen durften – über Spätfolgen einer starken Kurzsichtigkeit hat man sie nie unterrichtet: Heutzutage weiß man um die möglichen Folgen, aber kennt auch die Chancen, eine fortschreitende Kurzsichtigkeit abzubremsen und spätere Augenerkrankungen bis hin zur Blindheit zu vermeiden. Und die Fachwelt weiß, dass die Weichen dafür in frühen Jahren gestellt werden müssen, das gilt für hochgradige Kurzsichtigkeiten genauso wie für pathologische Myopien.

Niemand weiß es dabei besser als die betroffenen Menschen selbst, was es bedeutet, mit einer krankhaften Kurzsichtigkeit zu leben. Aus diesen Gesund haben Aktive aus der Selbsthilfevereinigung PRO RETINA in diesem Jahr eine Präventionskampagne angestoßen: Sie möchten auf die Gefahren und Folgen einer zu starken Kurzsichtigkeit aufmerksam machen und jungen Menschen eine ähnlich gravierende Entwicklung ihrer Seheinschränkung bestenfalls ersparen.

Auf Risiken einer Kurzsichtigkeit aufmerksam machen

Mit ihrer Informationskampagne möchte PRO RETINA aber vor allem Eltern, medizinische Fachkräfte und Fachleute in Schulen und Kindertagesstätten auf die Risiken einer Kurzsichtigkeit aufmerksam machen. Es gilt, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und mit einer Reihe von Aufklärungsmaterialien Antworten auf die weltweit steigende Zahl der Kurzsichtigen und die besorgniserregende Zunahme der Myopie bei Kindern zu geben. Unter dem Dach von PRO RETINA haben sich Betroffene im Arbeitskreis „Pathologische Myopie“ zusammengeschlossen. Der Arbeitskreis informiert und berät Betroffene über Ursachen, Risiken und Folgen der hochgradigen und pathologischen Myopie und mögliche Sekundärerkrankungen. Außerdem zeigt er die Möglichkeiten der Myopie-Prävention bei Kindern auf. „Wir wollen die Bemühungen der , Leiterin des Arbeitskreises und Initiatorin der Kampagne, die Ziele des Projektes.

Die Präventionskampagne steht unter der prominenten Schirmherrschaft der renommierten Experten Prof. Dr. med. Wolf Alexander Lagrèze (Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg,), Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel und Prof. Dr. med. Focke Ziemssen (beide Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen). Lagrèze ist am Universitätsklinikum Leitender Arzt der Sektion Neuroophthalmologie, Kinderophthalmologie, Schielbehandlung und empfiehlt wie viele andere vorbeugend für Kinder und Jugendliche, sich zwei Stunden am Tag draußen zu bewegen oder zu spielen. So könne das Risiko einer zunehmenden Kurzsichtigkeit erheblich reduziert werden. „Mit dieser Risikoreduktion kann auch die Zahl stark kurzsichtiger Menschen, also jener mit mehr als sechs Dioptrien, deutlich verringert werden“, ergänzt Prof. Frank Schaeffel, der das Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen leitet.

Ausführliche Informationen zur Kampagne gibt es unter: https://www.pro-retina.de/netzhauterkrankungen/pathologische-myopie/myopiekampagne

Betreuungskonzepte

©Joachim Köhler

Beratung in neuer Konsequenz

Joachim Köhler war bis 2016 als Professor an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin zuständig für die Fächer „Klinische Optometrie und Augenglasbestimmung“ sowie „Dienstleistungsmarketing“. Als Buchautor veröffentlichte er Ende 2017 das Fachbuch „Vom Marketing zum Entrepreneurship“. Auf dessen Einband ruft der heute 69-Jährige dazu auf, „die zeitgemäßen Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen“. Wir haben mit Prof. Köhler über das Berufsbild des Augenoptikers der Zukunft gesprochen, das durch neue technologische Lösungen auch neue Tätigkeitsfelder in Aussicht stellt.

Herr Köhler, hat ein Management der Myopie für den Augenoptiker das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal?

Prof. Joachim Köhler: Heute noch ja. Aber morgen schon werden viele Augenoptiker und Optometristen neue Dienstleistungen anbieten, auch das Myopie-Management. Sie müssen es tun, wenn sie erfolgreich bleiben möchten. Die technischen Entwicklungen hinterlassen seit Jahren unübersehbare Spuren im gesamten Berufsleben der Augenoptiker. Ich rate zum Mut zur Gegenwart, es geht heute nicht mehr um einen sicheren Weg zum Erfolg. Die Gewinner von heute müssen Felder des Gelingens neu erobern.

Das klingt abstrakt, außerdem leben Augenoptiker und auch Optometristen vom Brillenverkauf.

Das werden sie auch in Zukunft noch tun. Aber es wird inhaltliche Veränderungen geben. Die Kernkompetenz der Augenoptiker wird sich noch mehr auf die Beratung eines Fehlsichtigen konzentrieren – es geht darum, den Fehlsichtigen langfristig zu betreuen und nicht mehr nur, seine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Das Myopie-Management ist das beste Beispiel: So wie ein Optometrist bislang die Sehfunktionen geprüft hat, prüfen wir jetzt die Myopie und verkaufen unserem jungen Kunden bestenfalls gleich ein Betreuungskonzept dazu. Der betriebswirtschaftliche Nutzen der Betreuung des Augenoptikers muss natürlich sichergestellt sein: Wir müssen die Kopplung zwischen Warenverkauf und Dienstleistung aufgeben und die Dienstleistung endlich als eigenständige Position ansehen.

Sie sehen demnach das Myopie-Management auch unter einem wirtschaftlichen Aspekt?

Warum denn nicht? Wir haben heute dank Geräten wie MYAH die Möglichkeiten, progressive Myopien zu erkennen. Und wir haben unterschiedliche Therapieansätze. An einer Korrektur aber kommt niemand vorbei, und dank der Myopiekontrolle ist der Kunde langfristig gebunden. Er wird viele Brillen brauchen, seine Sehanforderungen ändern sich im Laufe der Zeit. Der Augenoptiker sollte darauf vorbereitet sein, viele Brillen zu verkaufen, denn auch und gerade die jungen Kurzsichtigen werden zukünftig mehrere Brillen im Alltag benötigen. Sie möchten heute ihr tägliches Sehen optimieren, und das sollten wir als Augenoptiker natürlich auch möglich machen: wer weiß schon, was in 30 Jahren ist!?

Also wird das Geld auch in Zukunft weiter mit Brillen verdient!

Aber nicht mehr alleine damit. Per Definition ist der Augenoptiker schon immer Berater, Anpasser und Handwerker gewesen. Wir müssen unsere Einstellung zu Fehlsichtigkeiten überprüfen, das macht die Myopiekontrolle möglich. Mit ihr wird der Augenoptiker zum Betreuer, er kümmert sich fortan um die Ursachen und nicht mehr nur um die Symptome. Er stellt nunmehr die Lebensverhältnisse, Arbeits- und Schulbedingungen auf die Probe, kontrolliert und leitet die geeigneten Schritte ein. Er misst nicht nur und korrigiert, nein, er hat mit den neuen Möglichkeiten die Chance, mit den Eltern ins Zwiegespräch zu gehen und Verhalten zu ändern. Das wird mit der zunehmenden Digitalisierung auch bei uns wichtig. Die Beratung in dieser neuen Konsequenz braucht natürlich einen Betreuungsplan, aber nicht zuletzt auch einen für die Honorierung. Der moderne Augenoptiker kann mehr, er kann verkaufen und betreuen – und das kann und muss er sich bezahlen lassen.

 

Vergleich China und Deutschland

©Christian Dorn - pixabay.com

“Nutzung digitaler Geräte hat bereits sichtbare Folgen bei jungen menschen hinterlassen”

„Sie treffen in China kaum noch einen Schüler ohne Brille. Und wenn keine Brille getragen wird, wurden Kontaktlinsen angepasst, sehr häufig werden auch Ortho-K-Linsen versucht“, sagt Joachim Köhler. Der ehemalige Professor an der Beuth Hochschule in Berlin für die Fachgebiete „Klinische Optometrie/Augenoptik” und „Dienstleistungsmarketing” ist auch im Ruhestand seiner Profession treu geblieben und hat sich gegen Ende seiner Berufslaufbahn auf einer Seminarreise in China umgesehen. Seine dort gemachten Erfahrungen und Beobachtungen gepaart mit dem Ergebnis einer Untersuchung von Prof. Dr. med. Wolf Alexander Lagrèze (Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg) und Prof. Dr. rer. nat. Frank Schaeffel (Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen) zeigen auf, warum die Myopie-Entwicklung in China eine andere Dimension aufweist als hierzulande. Allerdings wird dabei auch deutlich, dass es im Zuge der Digitalisierung in Deutschland und Europa eine sehr ähnliche, wenngleich hoffentlich im Ausmaß nicht zu vergleichende Zunahme der Kurzsichtigkeit geben kann.

Lagrèze und Schaeffel stellten bereits 2017 im Ärzteblatt klar, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten einer Myopie um das Fünffache erhöht ist, wenn der jeweilige Mensch kaum ans Tageslicht geht. Eine zusätzliche und intensive Naharbeit lasse diese Wahrscheinlich auf das 16-fache ansteigen. Beim Blick nach China zeigt sich dieser Effekt, die Zunahme der Myopie bei den Heranwachsenden ist enorm. Vermutlich in erster Linie auch, weil die berufliche Aus- und Weiterbildung in China nicht zu vergleichen ist mit der in Deutschland und eine gute berufliche Ausbildung zuvor einen hervorragenden Schulabschluss benötigt. „Die chinesischen Schüler werden bereits in der Grundschule unglaublich gefordert und stehen während ihrer gesamten Schulzeit unter einem sehr hohen Leistungsdruck“, erklärt Köhler, der weiß, dass die Kinder dort von 8 Uhr am Morgen bis Spätabends lernen müssen. „Chinesische Schüler sind nach ihrem Schulbesuch bis etwa 15 Uhr noch etliche Stunden mit Hausarbeiten beschäftigt. Bei Studenten sind diese Zeitaufwendungen und damit verbundene Belastungen durch Naharbeit noch höher, sie arbeiten regelmäßig locker bis 21 oder 22 Uhr. Dass ein derartiger Nahstress zwangsläufig zu Veränderungen am Augenpaar führt, ist unvermeidbar.“

WHO empfiehlt größere Pausen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in diesem Zusammenhang größere Pausen zwischen einzelnen Unterrichtseinheiten und verweist auf Studien, aus denen eindeutig hervorgeht, dass sich Heranwachsende zur besseren körperlichen Entwicklung mindestens täglich zwei Stunden im Tageslicht und an frischer Luft aufhalten sollen. Köhler: „Ähnliche Forderungen stellte auch schon Dr. W. Duke-Elder 1936 auf. Berliner Kinderärzte entwickelten bereits in den zwanziger Jahren den sogenannten Berliner Tageslichtraum, um kindlichen Entwicklungsstörungen entgegenzuwirken. Das Problem ist nicht wirklich neu und einfache Lösungsansätze gibt es auch. Nur sind diese Lösungsansätze nicht kompatibel mit den chinesischen Leistungsansprüchen.“

Laut Köhler suchen die Chinesen zwar nach Lösungen für dieses zunehmend größer werdende Gesundheitsproblem, aber „sie stellen die bestehenden Verhältnisse nicht infrage. Darin liegt das Problem. Die Lösungen, die versucht werden, behandeln die Symptome, aber nicht die Ursachen“, meint der ehemalige Beuth-Professor, der eine ähnliche Entwicklung für Deutschland erwartet, wenn der Digitalisierungswille an den hiesigen Schulen in die Tat umgesetzt wird. „In einigen Nachbarländern sieht man bereits Ansätze der Entwicklung, die sind auch in der Digitalisierung weiter als Deutschland. Es wird zu wenig in diese Richtung geforscht, deswegen ist das Thema immer noch nicht richtig existent. Dabei sind die Anzeichen deutlich: Alleine die Corona-Pandemie und die dadurch bedingte stärkere Nutzung digitaler Geräte hat bereits sichtbare Folgen bei den jungen Menschen hinterlassen“, erklärt Köhler.

Die auf Langfristigkeit zielende Statistik der Allensbach Brillenstudie (im Auftrag des Kuratorium Gutes Sehen) scheint die Aussagen zu bestätigen. Heute trägt bereits jeder dritte Twen eine Brille. 1952 waren von den 21 bis 29-Jährigen nur 13 Prozent Brillenträger, heute (2019) sind es 35 Prozent: die Quote ist in den vergangenen Jahren stetig nach oben gegangen. Bis zum Ende der Grundschulzeit werden in Deutschland aktuell etwa 15 Prozent aller Kinder myop, die Rate steigt auf circa 45 Prozent bis zu einem Alter von 25 Jahren an. Das lässt darauf schließen, dass gerade nach der Schulzeit im Studium und Beruf die digitale Nutzung bislang zunahm, „denn in der Schule spielt schließlich die Schiefertafel noch die Hauptrolle. Das aber wird sich zukünftig ändern, und deswegen ist das Myopie-Management schon heute eine wichtige Sache, geradezu eine Pflicht für die Augenoptiker und Optometristen. In den letzten Jahrzehnten hat unsere Branche viele Gleitsichtglasexperten hervorgebracht, jetzt kommt eine zweite Welle, da sollte man sehen, dass man dabei ist“, lässt Joachim Köhler als staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister auch den wirtschaftlichen Aspekt  nicht aus dem Auge.

 

Spezialisierung und der USP

Innovative Technologie macht es möglich

Das Problem ist bekannt, die Korrektionsmöglichkeiten vorhanden. Sicher wird es in naher Zukunft auch Brillengläser geben, die in der Myopiekontrolle eine größere Rolle einnehmen werden, vermutlich wird das Thema dann in der Öffentlichkeit noch einmal einen Schub bekommen. So wie es durch innovative Technologie und geeignete Messinstrumente bei den Augenoptikern für reges Interesse sorgt. Die Zeiten, in denen sich einzig Kinder-Optometristen und nicht zuletzt Kontaktlinsen-Spezialisten mit dem Management einer Myopie beschäftigt haben, sind vorbei. Vorausgesetzt, ein Augenoptiker eignet sich das nötige Fachwissen an, eignet es sich dann also auch als neue Geschäftsidee? Kann die Entwicklung der Kurzsichtigkeit das Dienstleistungsangebot der Augenoptiker beeinflussen?  

Es gibt Leute in der Branche, die glauben, dass eine Myopiekontrolle auch zukünftig etwas für absolute Spezialisten bleiben wird, zumal die infrage kommende Klientel nicht im ausreichenden Maße vorhanden sei. Auf der anderen Seite stehen die Experten, die sicher sind, dass eine neue Dienstleistung „Myopie-Management“ eine riesige Chance für unabhängige Augenoptiker ist. Prof. i.R. Joachim Köhler glaubt außerdem, dass sich unabhängig von dem Dienstleistungsgedanken die Versorgung der Fehlsichtigkeiten ändern wird.  

Die Technologie macht es heutzutage definitiv möglich, sich mit dem Angebot eines Myopie-Managements oder zum Beispiel auch Sprechstunden zum Trockenen Auge  ein weiteres Standbein zu schaffen. Die mittelständischen Augenoptiker haben in der Regel das nötige Fachwissen rund um eine Myopie, so dass sie auch das Thema Myopiekontrolle angehen können – gegebenenfalls und erst recht in einem Netzwerk oder in Kooperation mit einem Augenarzt oder Optometristen. Köhler sieht für die Zukunft in Anbetracht der steigenden Zahl Kurzsichtiger unterschiedliche Versorgungsmodelle: „In erster Linie sehe ich die Augenoptik und Optometrie: Mit Brillen und Kontaktlinsen als Korrektion und mit der erforderlichen Mess- und Refraktionstechnologie. Hier hat Topcon mit MYAH das passende Gerät auf den Markt gebracht. Aber natürlich werden auch die Augenärzte in der Versorgung eine Rolle spielen, alleine schon weil eine Atropintherapie vielversprechend im Falle einer progressiven Myopie ist.“

Augenoptiker inklusive Ausrüstung gefragt

Aber auch dann sind die Augenoptiker inklusive der entsprechenden Ausrüstung gefragt, weil Atropin vor allem in Kombination mit einer optischen Korrektion Erfolge verspricht. Köhler spannt den Netzwerkgedanken ohnehin größer als nur zwischen einem Augenoptiker und einem Augenarzt. „Warum sollte es keine vernetzten Berufsgruppen aus Funktionaloptometristen, Hilfs- und Heilpädagogen, Orthoptisten, Ophthalmologen und Augenoptikern oder Optometristen geben, die sich um die Kunden und Patienten kümmern? Auch hier ist neben dem Fachwissen der einzelnen Gruppen das entsprechende Equipment von Bedeutung, und das ist wie erwähnt vorhanden.“

So gesehen ist eine neue Dienstleistung rund um das Management einer Myopie für den Augenoptiker viel mehr als nur ein weiteres Angebot an seine Kunden. Warum sollte man auch die jungen Leute wegschicken? Zu einem Kollegen oder einem anderen Experten, der möglicherweise über das Netzwerk und die passende Ausrüstung verfügt? „Angesichts der Chancen wäre das fahrlässig. Ich plädiere nicht nur in diesem Zusammenhang für den Betreuungs-Optometristen oder -Augenoptiker. “

 

©Peggy und Marco Lachmann-Anke - pixabay.com

Myopie-Management und Technik

Technologie erweitert das Dienstleistungsangebot

MYAH ist das perfekte Instrument für Augenoptiker und Optometristen, aber auch für Augenärzte, die ein Screening und einen Service zur Kontrolle von Myopie anbieten möchten. Die weltweite Zunahme der Kurzsichtigkeit wird seit geraumer Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert. Und auch die Zahlen in Europa und Deutschland rufen zum Handeln auf: Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, sich mit einer neuen Dienstleistung am Markt zur positionieren, gemeinsam die weltweite Myopie-Epidemie zu bekämpfen und die eigenen Weichen in eine erfolgversprechende Richtung zu stellen.

Myopie wirkt sich ganz wesentlich auf die Lebensqualität und die persönliche Entwicklung von Kindern aus. 2050 werden rund 50 Prozent der Weltbevölkerung kurzsichtig sein, auch in Europa wird es darunter viele Menschen geben, die aufgrund ihrer hochgradigen Myopie ernste Augengesundheitserkrankungen zu befürchten haben. Es spielt keine Rolle, ob sich die Kurzsichtigkeit hierzulande durch die rasant fortschreitende Digitalisierung ähnlich ausbreitet wie in Asien. Jedes Kind und jeder Kurzsichtige verdient es, sich bestmöglich um ihn zu kümmern. Das war schon immer so aber das wird durch moderne Technologie vereinfacht.

Erkennen und langfristig beobachten

Innovative Instrumente wie der Hornhauttopograph MYAH von Topcon Healthcare machen es möglich, im Rahmen eines Myopie-Managements Patienten oder Kunden und deren Familienangehörige über den Auswirkungen einer fortschreitenden Myopie aufzuklären. Die progressive Kurzsichtigkeit kann durch MYAH erkannt und langfristig beobachtet werden – schnell und patienten- beziehungsweise kundenfreundlich. Die Technologie erweitert das Dienstleistungsangebot des Anwenders und schafft Klarheit darüber, on eine Therapie angezeigt ist oder nicht. MYAH liefert die wichtigen Informationen zur Beurteilung des Myopie-Risikos und macht eine erste Grundlage für die Risikoüberwachung für das Aufklärungsgespräch mit den Eltern des betroffenen Kindes möglich.

Der neue Hornhauttopograph bietet mit einer einmaligen Investition alle Technologien, die für das Myopie-Management nötig sind: optische Biometrie, Hornhauttopographie und Pupillometrie. Darüber hinaus sind ein Keratokonus-Screening sowie eine effiziente und exakte Kontaktlinsenanpassung möglich. Und mit den Funktionen und Werkzeugen rund um die Bestimmung eines Trockenen Auges wird MYAH endgültig zum Allrounder im Prüfraum, selbst wenn die Funktion der axialen Längenmessung „nur“ als Ergänzung der Refraktionsbestimmung genutzt wird.

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MYAH ist das perfekte Instrument zur Kombination von Screenings für Myopie und Trockenes Auge. Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

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